News
Automatische Probenahme im Schüttgutprozess: Das RATEC Probenkarussell

Wer Schüttgüter in Big-Bags abfüllt, kennt die Rückstellprobe als festen Bestandteil der Qualitätssicherung. In vielen Betrieben ist sie aber immer noch Handarbeit: Ein Mitarbeiter muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, eine Flasche unter den Auslauf halten, sie beschriften und die Probe der jeweiligen Charge zuordnen. Das kostet Zeit, ist fehleranfällig und bei feinen, staubenden Produkten auch mit einer gewissen Staubbelastung für die Person verbunden, die die Probe zieht.
Für genau dieses Problem hat RATEC eine automatisierte Lösung entwickelt: das Probenkarussell.
Die Ausgangssituation
Eine aussagekräftige Probe muss drei Dinge gleichzeitig erfüllen: Sie muss im richtigen Moment des Prozesses gezogen werden, ein reproduzierbares Volumen haben und eindeutig einer Charge zuordenbar sein. Läuft das manuell ab, hängt die Qualität der Probenahme von der Aufmerksamkeit des Bedienpersonals ab, und jede handschriftliche Beschriftung ist eine mögliche Fehlerquelle in der Rückverfolgbarkeit. Bei staubenden oder hygroskopischen Produkten kommt hinzu, dass jede manuelle Entnahme eine unerwünschte Staubfreisetzung im laufenden Betrieb bedeutet.
Die Lösung: automatische Probenahme direkt aus der Förderleitung
Vor der Big-Bag-Abfüllung sitzt eine Weiche im Rohrsystem. Der gerade Abgang führt zur regulären Abfüllung, der schräge Abgang dient der Restentleerung des Vorlagebehälters. Sobald die Anlage in die Restentleerung wechselt, füllt sich über den schrägen Abgang automatisch eine senkrechte Probenleitung mit einem definierten Volumen von rund einem Liter. Erst wenn der Vorlagebehälter tatsächlich vollständig entleert ist, wird diese Probe kontrolliert an das darunterliegende Karussell übergeben.
Das Karussell hält bis zu zwölf Probenflaschen à 1.000 Milliliter bereit und erkennt selbstständig, welche davon leer und welche bereits befüllt sind. Für die neue Probe wird die nächste freie Flasche automatisch und staubarm an die Befüllleitung angedockt. Ein Etikettierer bedruckt sie im selben Schritt mit einem Barcode nach Kundenvorgabe – die Charge ist damit von Anfang an eindeutig dokumentiert. Damit sich aufgewirbelter Staub setzen kann, bleibt die Flasche noch einige Minuten angedockt, bevor sie wieder auf dem Karussellteller abgesetzt wird. Eine Signalampel vor Ort zeigt jederzeit den Status der Anlage an, vom laufenden Betrieb bis zu Meldungen wie „Karussell voll“ oder „Magazin leer“. Der maximale Probentakt liegt bei einer Probe pro Stunde beziehungsweise einmal pro Charge; die produktberührten Teile sind durchgehend aus Edelstahl 1.4301 gefertigt, verschweißt und blecheben verschliffen.
Individuell nach Kundenwunsch
Das hier beschriebene Karussell mit zwölf Ein-Liter-Flaschen ist eine von vielen möglichen Ausführungen. RATEC passt Flaschenzahl und -größe, Etikettierung und Beruhigungszeit an das jeweilige Produkt und die Anlage an. Ebenso möglich ist eine Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche nach ATEX oder mit FDA-konformen, produktberührenden Werkstoffen – je nachdem, was die Anwendung erfordert.
Was sich für Betriebe konkret ändert
Keine manuelle Probenahme mehr nötig – der Prozess läuft ohne Bedienereingriff
• Lückenlose Rückverfolgbarkeit durch automatische Barcode-Etikettierung
• Deutlich weniger Staubbelastung für das Personal durch die dichte Andockung
• Anlagenstatus auf einen Blick über die Signalampel vor Ort
• Robuste, hygienisch verschliffene Edelstahlausführung für den Dauerbetrieb


Interesse an einer automatisierten Probenahme?
Ob Standardausführung oder individuell auf Ihr Produkt zugeschnitten, inklusive ATEX- oder FDA-Anforderungen: RATEC entwickelt und fertigt jedes Probenkarussell passend zur jeweiligen Anlage. Sprechen Sie mit uns über Ihre Anwendung.





